Mut haben Liebe zu geben

Ja es braucht Mut Liebe zu geben. Vor Allem Liebe zu geben, die vielleicht nicht erwidert wird. Wir wollen alle Liebe empfangen. Aber vielleicht begegnet sie uns in einer Form, die wir nicht wollen. Vielleicht möchte jemand mit dir eine romantische Beziehung beginnen, aber du willst es nicht. Oder unsere Liebe wird nicht erwidert. Dann spüren wir Kummer und Hilflosigkeit. Wir können andere nicht dazu bringen, uns zu lieben.

Konzentrierst du dich aber auf die Liebe, die du gibst, anstatt auf die Liebe die du bekommst, dann bist du ein bestimmender Mitspieler, nicht blos Zuschauer. Der beste Weg, um Liebe zu bekommen, besteht darin, selbst zu lieben. Wenn Du liebevoll bist fühlst du dich stärker und unterstützt dein Selbstvertrauen.

Liebe ist wie Wasser – sie muss fließen. Liebevolle Gesichter sind schön. Liebevoll zu sein, heilt alte innere Wunden und öffnet ungenutzte Quellen von Energie und Talent. Die Welt braucht unsere Liebe. Unterschätze niemals die Wellen, die sich nur von einem einzigen liebevollen Wort, Gedanken oder einer liebevollen Tat ausbreiten können.

Liebe was Du tust …

“Manchmal trifft Euch das Leben mit einem Stein.
Verliert Euren Glauben nicht.
Die einzige Weise, wie Ihr eine großartige Leistung vollbringen könnt, ist, dass Ihr liebt, was Ihr tut.
Eure Zeit ist begrenzt. Vergeudet sie nicht damit,
das Leben eines anderen zu leben….
Lasst Euch nicht von Dogmen einengen Klavier mit Händen
– dem Resultat des Denkens anderer.
Lasst den Lärm der Stimmen anderer
nicht Eure innere Stimme ersticken.
Folgt Eurem Herzen und Eurer Intuition,
sie wissen bereits, was Ihr wirklich werden wollt.
Bleibt hungrig. Bleibt tollkühn.”

Steve Jobs

Die Liebe und der Wahnsinn

Ich habe diese Geschichte zufällig im Internet gefunden und ich finde sie passt einfach immer wieder ins Leben – mal mehr mal weniger. Die Verfasserin oder der Verfasser ist leider unbekannt.

Die Liebe und der Wahnsinn

Man erzählt sich, dass alle Eigenschaften und Gefühle
des Menschen eines Tages ein Treffen hatten.
Lange Zeit jedoch saßen sie nur schweigend herum und langweilten sich,
denn nichts passierte.
Als die Langeweile schon zum dritten Mal gegähnt hatte,
schlug der Wahnsinn – gewitzt und risikofreudig wie immer – vor:
“Lasst uns doch Verstecken spielen!”
Alle horchten auf.
Die Intrige hob interessiert die Augenbrauen
und die Neugierde konnte sich kaum zurückhalten.
Aufgeregt fragte sie: “Verstecken, was ist das?!”

Der Wahnsinn erklärte allen das Spiel
und die Begeisterung und die Euphorie jauchzten vor Vergnügen,
denn ihnen gefiel, was sie da hörten.
Die Freude machte so viele Luftsprünge,
dass sie auch den Zweifel überzeugte
und sogar die Gleichgültigkeit
die sonst bekanntlich nichts hinterm Ofen hervorlocken kann –
wollte ausnahmsweise einmal mitmachen.

Aber nicht allen gefiel die Idee:
Die Wahrheit zum Beispiel bevorzugte es, sich nicht zu verstecken.
“Was bringt das?”, fragte sie, am Ende würde man sie sowieso entdecken.
Der Stolz meinte herablassend, es sei ein dummes Spiel
(Er ärgerte sich aber nur, dass er nicht selbst auf diese Idee gekommen war),
und die Feigheit zog es vor, nichts zu riskieren.
Es könnte ja was schiefgehen!

Nachdem alle die Spielregeln verstanden hatten,
rief der Wahnsinn laut: “Ich will zählen, ich will zählen!”
und da niemand verrückt genug war, den Wahnsinn später suchen zu wollen
(Wer weiß, wo der sich versteckt hätte?!),
war niemand dagegen.
“Eins, zwei, drei …..”, begann der Wahnsinn
und die Eigenschaften und Gefühle suchten sich ihre Verstecke.

Das erste fand die Faulheit,
die sich wie immer keine große Mühe gab:
Sie ließ sich gleich hinter dem ersten Stein fallen.
Der Glaube stieg zum Himmel empor, wo er sich am besten aufgehoben fühlte,
und der Neid versteckte sich im Schatten des Triumphes,
der es geschafft hatte, bis zur höchsten Baumspitze hinaufzuklettern.
Der Selbstlosigkeit hingegen gelang es kaum, sich zu verstecken,
da sie bei jedem Versteck, das sie fand, immer meinte,
es eigne sich besser für einen ihrer vielen Freunde:
Ein kristallklarer See – ein wunderbares Versteck für die Schönheit;
eine dunkle Höhle – das perfekte Versteck für die Angst;
die Flügel des Schmetterlings – das Beste für das Glück;
ein Windstoß – hervorragend geeignet für die Freiheit
sie selbst versteckte sich schließlich auf einem Sonnenstrahl.

Der Egoismus hingegen fand rasch einen passenden Ort,
luftig, gemütlich und bequem – aber nur für ihn!
Die Lüge erzählte allen, sie verstecke sich auf dem Meeresgrund,
aber in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen!
Die Leidenschaft und das Verlangen versteckten sich im Innern der Vulkane
und die Vergesslichkeit – ?
(Ach, herrje, ich habe vergessen, wo sie sich versteckte,
aber das ist auch nicht so wichtig!)

Als der Wahnsinn fast zu Ende gezählt hatte,
hatten alle, die mitspielten, ein Versteck gefunden,
nur die Liebe nicht.
(Das muss uns nicht verwundern, wissen wir doch, wie schwer es ist, die Liebe zu verbergen!)
Alle Plätze schienen bereits besetzt zu sein,
bis sie schließlich den Rosenstrauch entdeckte
und beschloss, in eine seiner Blüten hineinzukriechen.

“Ich komme!”, rief in diesem Augenblick der Wahnsinn
und er begann, die anderen zu suchen.
Die erste, die entdeckt wurde, war die Faulheit
gleich hinter dem ersten Stein!
Danach ward der Glaube gefunden:
Er diskutierte im Himmel lauthals mit Gott über theologische Fragen.
Das Verlangen und die Leidenschaft wiederum hörte man in den Vulkanen vibrieren.

In einem unachtsamen Moment fand der Wahnsinn den Neid
und so natürlich auch den Triumph.
Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen,
denn der kam von ganz allein aus seinem Versteck hervor.
Es hatte sich als Wespennest entpuppt!

Vom vielen Herumlaufen bekam der Wahnsinn Durst
und als er sich dem See näherte, fand er die Schönheit.
Mit dem Zweifel hatte er es noch einfacher,
ihn entdeckte er auf einem Zaun sitzend,
weil der sich immer noch nicht entschieden hatte,
auf welcher Seite er sich verstecken sollte.
Nach und nach fand der Wahnsinn alle seine Mitspieler,
die Hoffnung im grünen Gras
und die Angst in der dunklen Höhle;
die Lüge hinter dem Regenbogen
(Nein, stimmt nicht, sie kam unter einem Stein hervorgekrochen,
der ihr das Genick zu brechen drohte).

Auch die Vergesslichkeit fand der Wahnsinn mühelos,
denn die hatte schon wieder vergessen,
dass sie Verstecken spielen und war unbekümmert spazieren gegangen.

Alle wurden gefunden, nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.
Wo mochte sie bloß stecken?
Der Wahnsinn suchte sie überall!
Auf jedem Baum, auf jedem Berg, in jedem Bach dieses Planeten schaute er nach
und wollte schon aufgeben, da half ihm der Verrat!
Der nämlich flüsterte ihm zu, er solle doch mal im Rosenbusch nachsehen.

Langsam fing der Wahnsinn an,
die Zweige des Strauches auseinander zu schieben,
als plötzlich ein greller Schrei ertönte.
Die Dornen der Rosen hatten der Liebe die Augen zerstochen!!!

Ach, was für ein Jammern und Wehklagen war nun zu vernehmen?!
Der Wahnsinn war ratlos und wusste weder ein noch aus.
Er fing bitterlich an zu weinen und unter Tränen gelobte er,
er wolle die Liebe nie mehr verlassen und immer an ihrer Seite sein.
Und so ist es auch geschehen!

Seit dieser Zeit,
seit das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde,
ist die Liebe blind
und der Wahnsinn ihr Begleiter!

Und was sagst Du zu der Geschichte?

 

Die Halbwertszeit der Gefühle

Ein Gefühl ist ein Engagement,
das den Augenblick überschreitet.
Simone de Beauvoir

In der Chemie gibt es als Messwert die Halbwertszeit. Welchen Messwert gibt es für Gefühle? Sind Gefühle messbar? Wie beeinflussen sie unser Leben? Gibt es eine Halbwertszeit der Gefühle?

Wie lange halten Gefühle an? Sind Gefühle an Raum und Zeit gebunden?
Oder ist die Zeit der Gefühle zeitlos?
Kann man eine Auszeit aus dem Fühlen und Spüren nehmen?
Dauert Trauer länger als Liebe und welches Gefühl ist das Stärkste? Und welches Gefühl ist das Mächtigste?
Kann man überhaupt nur mehr halb so viel fühlen? Oder ist man dann gleich gefühllos? Heilt die Zeit wirklich alle Wunden? Auch die der Gefühle?
Und wenn es möglich ist, wie lange dauert es, bis man nur mehr halb so viel fühlt?
Ist auch das Gefühl dann nur mehr halb so viel Wert?

Die Halbwertszeit misst “die Zeit, in der sich ein mit der Zeit exponentiell abnehmender Wert halbiert hat”. Also einfacher gesagt, die Zeit in der sich Messwerte, wie zum Beispiel die Radioaktivität halbieren. Vielleicht können wir – natürlich nur subjektiv – auch bei Gefühlen eine Halbwertszeit feststellen. Die Zeitspanne in der unsere Gefühle nur mehr halb so intensiv sind, wie am Beginn oder am Zenit des Gefühls. Emotionen, Stimmungen und Gefühle wie Freude, Hass, Angst, Zorn, Traurigkeit, Liebe, Zuneigung, Verzweiflung, Wut, Ekel, oder Vertrauen haben unterschiedliche und sehr individuelle Intensität. Jeder spürt sie anders, ob in Form von Schmetterlingen im Bauch, Tränen, einem roten Kopf, Bauchschmerzen oder Zittern….

Ich bin überzeugt, dass wir unseren Gefühlen Zeit, Raum und Achtsamkeit schenken sollen. Sie dürfen uns nicht beherrschen, doch sie sind sehr wichtige Kriterien für unsere Entscheidungen und machen uns zu dem was wir sind: Menschen mit Herz.

Wenn Du etwas tust, dann tue es mit Leidenschaft

Wie oft machen Sie Dinge, die man gut kann, einfach nur, weil man sie machen muss…. und weil man sich die Bestätigung von Anderen erwartet? Ich habe eine kurze Geschichte zum Thema Leidenschaft gefunden, die ich mir in den letzten Monaten immer wieder in Erinnerung rufe, wenn mich die vielfältigen Aufgaben und Erlebnisse des Lebens herausfordern. Wie ist das für Sie?

Angela Pontual, eine Freundin des Wanderers, besuchte einmal eine Theateraufführung am Broadway. In der Pause ging sie ins Foyer, um einen Whisky zu trinken. Das Foyer war voller Menschen, die rauchten, redeten, tranken.

Ein Pianist spielte, doch niemand achtete auf die Musik. Angela nippte an ihrem Drink uns sah den Musiker an. Er schien gelangweilt, wirkte so, als würde er nur spielen, weil er musste, und als könnte er das Ende der Pause kaum erwarten. Nach einem weiteren Whisky wandte sie sich, schon etwas beschwipst, an den Pianisten.

“Sie sind eine Nervensäge! Warum spielen Sie denn nicht für sich selber?”, fuhr sie ihn an.

Der Pianist blickte sie erstaunt an und begann sofort die Stücke zu spielen, die ihm gefielen. Darauf wurde es still im Foyer. Als der Pianist geendet hatte, applaudierten alle begeistert.

von Paul Coelho – Play it again

Sex Liebe Zeit – Gegensatz oder Symbiose?

Zeit für Sex – Zeit für Liebe?

Sex Sells! In den letzten Wochen waren sie wieder überall zu sehen. Plakate mit leicht bekleideten Damen und nackten Fussballern beleben das Strassenbild. Immer mehr Flugblätter mit Inhalten, die nicht unbedingt als Jugendfrei einzustufen sind, landen in Briefkasten.

Sex, Porno und nackte Tatsachen sind allgegenwärtig und erzeugt erwartungsdruck. TV, zahlreiche Magazine und zwei Drittel aller Internetaktivitäten drehen sich um Sex. Das Ideal ist klar: Jung! Obwohl wir in den Industrieländern immer mehr überaltern werden wir angehalten jung zu sein. Der Zwang wird immer stärker und die Pharma-, Sport- und Kosmetikindustrie freut sich.

Emotionaler Vampirismus

Doch ist bei all der schnellen Befriedigung noch Platz für Gefühle und Liebe? Wird es durch Diäten, Jogging, Fitnessstudio und Körperstraffung leichter mit der Kollegin oder dem netten Nachbarn?

Psychoanalytikerin Perner hat laut Kurier da ihre Zweifel: “Die Welt ist so schnell und viele Menschen davon so ausgepowert, dass sie hoffen, von ihrem Partner Energie zu bekommen.” Emotionaler Vampirismus ist das System einer Gesellschaft, in der lieber genommen als gegeben wird. Freude und Liebe wird gegeben, wenn man auch wieder erwarten kann, dass die Energie zurückkommt. Hauptsache das Bedürfnis ist rasch befriedigt. Denn am nächsten Tag stehen bereits wieder andere Bedürfnisse in der Checkliste. Glücklich werden die Meisten davon nicht. Dazu bräuchte man Zeit und Entschleunigung.

Dabei ist gerade die Zeit für Zärtlichkeit und Genuss der Garant für Gesundheit und lebens- und liebenswerte Momente. Sind es nicht gerade diese Momente nach denen wir uns sehnen sollten? Lassen wir uns wieder entflammen für Stunden der Muße und der Gefühle. Schenken wir ihnen Raum und Langsamkeit. Denn nur damit können Funken entstehen – Funken die entflammen und wärmen.

Peter Gstettner
Bilder Archiv, Anregungen aus Zeitschriften und Artikel Kurier, PM, Standard