Gedanken sind die Schmiede unseres Glücks

Das Leben ist sich selbst genug. Es will gelebt werden. Wie ein Geschenk möchte es entpackt werden, mit freudiger Erwartung, was es wohl bringen mag. Und unsere Gedanken sind Teil dieses Lebens. Mit ihnen steuern wir unser Glück oder unser Verhängnis.

Gedanken sind die Schmiede unseres Glücks oder unseres Verhängnisses. Sie bestimmen was und wie wir werden. Sie können uns fördern oder behindern, können Stütze oder Nachteil sein. Sie warten darauf mit Neugier erkundet, auf die Waagschale der Achtsamkeit gelegt zu werden und für gut oder schlecht befunden zu werden. Für sie die Verantwortung zu übernehmen, ist eine der vordringlichsten Aufgaben in unserem Leben.

Lass uns das Leben i vollen Zügen leben.

Glück ist …

  

Ein Recht auf Glück – Gedanken zum neuen Jahr

Das neue Jahr ist noch sehr jung. Sicher hast Du auch schon Glück gewünscht und auch umgekehrt gewünscht bekommen. Wir alle suchen nach dem „guten Leben“, nach Glück und Erfüllung. Übersehen wir das Glück bei der Geschwindigkeit der Suche?

Was ist Glück? Ursprünglich brauchte es zum Glück nicht viel mehr, als zur richtigen glück herz kleeblattZeit am richtigen Ort zu sein. Es war einfach ein positiver Zufall, der da wirkte. Für die Glücksforscher ist Glück jedoch etwas anderes, nämlich ein Zustand, in dem sich der Glückliche wohlfühlt. Wer heute sein Glück sucht, wäscht kein Gold mehr, er ist auf der Suche nach dem guten Leben.

Für unsere Vorfahren war Glück oft auf Materielles beschränkt, auf dessen Grundlage man ein Leben ohne Zwang und Fremdbestimmung führen konnte. Heute kommt kaum ein Ratgeber zum glücklichen Leben ohne den Hinweis aus, dass weniger Konsum mehr Glück bedeutet. Natürlich, wenn wir unsere Tätigkeiten nicht lieben, wenn wir arbeiten gehen nur um Geld zu verdienen, mit dem wir uns dann dafür belohnen können, etwas zu erträglich zu machen, was uns nicht glücklich macht, dann ist es ein endloser Kreislauf. Wir arbeiten, um etwas zu bekommen, was die Arbeit erträglich macht.

„Je mehr wir darüber reden und nachdenken, wie wir glücklich werden, desto weniger funktioniert das“ , so der amerikanische Publizist Eric Weiner. „Es gilt heute allgemein als Unglück, nicht mehr glücklich zu sein. Früher haben die Leute nicht erwartet, glücklich zu sein, das war ganz klar die Ausnahme von der Regel. Jetzt glauben aber alle, dass das persönliche Glück möglich ist.“ Das Recht auf Glück ist ein moderner Irrtum – und ein falsches Versprechen im Kampf um Aufmerksamkeit. Das heißt nicht, dass man über die Voraussetzungen des persönlichen Glücks, nicht nachdenken sollte.

Also was tut mir wirklich gut? Nach dem Sozialpsychologen Maslow waren es: Existenzsicherung, Sicherheit und soziale Eingebundenheit. Fast alle gegründeten Institutionen und Gemeinschaften versuchen diese drei Grundbedürfnisse zu befriedigen. Erst später ergänzte Maslow diese drei Bedürfnisse mit jenen, die nur schwer mit Geld zu kaufen sind: Anerkennung, Respekt und ganz oben Selbstverwirklichung.

Also sind die Fragen die man sich stellen sollte: Was mache ich hier? Was ist richtig gut für mich? (Und warum mache ich es nicht?) Was passt für mich? Was macht mich wirklich zufrieden? Das kann nur jeder selbst herausfinden. Da gibt es keine Modelle und keine Rezepte. Es erfordert Zeit und Spüren – im Jetzt. Denn Glück kann man nur Jetzt empfinden. Glück das war, kann einem nicht im Jetzt glücklich machen und Glück in der Zukunft kann man (noch) nicht spüren. Was bleibt? Das Glück im Moment – oder vielleicht auch nur einfach die Zufriedenheit mit dem was ist und mit dem was man hat.

Und damit bin ich auch schon bei meinem Wort des Jahres 2015:

JETZT

Macht Genuss glücklich?

Die Macht der Sinne

Eine schwierige Frage, da man da eigentlich mit der Frage beginnen müsste, was Genuss und was Glück ist. An der Definition von Glück sind schon viele gescheitert. Denn es gibt keine allgemein gültige Formel. Glück ist sehr individuell und sehr vielschichtig. Daher geht es hier mehr um den Genuss. Denn Genuss kann zumindest – und da sind sich alle einig – Glücksgefühle hervorrufen.

Samuel Butler sagte vor Jahrzehnten: „Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.“ Genuss und vor allem die Fähigkeit zu geniessen hängt eng mit unserer Zeit und unseren Sinnen zusammen. Einig sind wir uns auch, dass Genuss positiv ist. Uneinig sind wir jedoch bei der Beantwortung der Frage „Was Genuss hervorruft“.

Genuss wird wie Glück für jeden Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Bei jedem Menschen sind die Sinne unterschiedlich ausgebildet und wichtig. Der eine Mensch geht durch einen frischen Wald und erfreut sich mehr an den Farben. Ein anderer Mensch riecht vor allem die Erde und wieder ein anderer hört intensiver die vielen Vogelstimmen oder das Rauschen des Windes.

Verschiedene Therapieformen setzen Genuss bewusst ein: Genusstraining, Genusstherapie, Aromatherapie und natürlich auch die Psychotherapie. Unsere Sinne sind die Klaviatur zu Gefühlen, Reizen, Empfindungen – zu uns als Mensch. Zu den Sinnen gehören untrennbar unsere verschiedenen Organe. Zu den Bildern die Augen, zu den Tönen die Ohren, zu den Düften die Nase, zum Geschmack die Zunge und der Mund, zum Berühren unsere Haut.

Genuss ist ein Weg zum Jetzt. In dem Moment des Genusses ist man in der Gegenwart. Zeit ist kein Thema mehr. Nimmt man sich Zeit und Raum für die Speisen – schmeckt, riecht, sieht – dann kann der Moment zum Erlebnis werden. Zwischen Mails, Fernseher, Mobiltelefon oder Zeitschrift bleibt natürlich wenig Platz für Genuss.

Also nicht dem Genuss nachjagen, denn sonst laufen Sie an ihm vorbei.

Weitere Informationen, Termine für Genusstrainings und Aromaberatung bei
Peter Gstettner
peter.gstettner@balancelife.at * www.balancelife.at

Im nächsten Artikel:
Die Macht der Aromen