Tipp Großstadt-Oasen der Ruhe

Jede Großstadt ist ein pulsierender Organismus der alle Sinne beschäftigt. Umso schwerer ist es in solcher Umgebung die Ruhe zu bewahren oder innere Ruhe zu finden. Und damit ist gerade die Stadt ein ideales Übungsfeld die eigene Balance zu finden, sich zu zentrieren und innere Ruhe zu bewahren. Damit dies leichter fällt, hier ein paar Ideen zu einem “Großstadt-Ruhe-Survival-Kit”.

Achtsamkeit

Es gibt keine “verlorene” Zeit, sondern es gibt vielfältige Gelegenheiten zum Innehalten und zur Reflexion: eine rote Ampel, ein verspäteter Zug, eine U-Bahn Störung, die Warteschlange bei der Supermarkt Kassa – alles können “Glocken der Achtsamkeit” sein. Nutze diese Zeit um mit Deinem Inneren Kontakt aufzunehmen.

Atmung

Nutze solche Zeiten, Dich mit Deiner Atmung im Einklang zu sein. Verbinde Dich gedanklich mit dem Atem und verfolge die ein- und ausströmende Luft.

Lesen

Nimm doch ein Buch für unvorhergesehene Wartezeiten mit. Verwende nicht das Handy, die Zeit zu vertreiben. Lese statt dessen einmal.

Notizen

Nimm einen kleinen Notizblock samt Stift mit, um Gedanken oder vielleicht Gedichte oder Ideen aufzuschreiben.

Stadtplan der Oasen

Lege Dir einen eigenen Stadtplan mit Oasen der Ruhe an. Zeichne Plätze ein, an welchen Du zur Ruhe kommst. Das kann ein Brunnen, eine Kirche, ein Park, ein Bankerl oder ein Kaffeehaus sein.

Viel Freude und Ruhe bei der Gestaltung Deines “Balance-Survival-Kits” wünscht Dir

Peter

Die Kunst der Gemeinsamkeit

Zusammen mit ihrer Familie feierten Berta und Josef ihren 60. Hochzeitstag.

Beide galten als ein sehr harmonisches Ehepaar. Sie wurden von ihren Enkelkindern befragt: »Wie habt ihr es geschafft, dass ihr nach so langer Zeit immer noch zusammen seid?«

Opa schmunzelte und die Oma gab zur Antwort: » Wisst ihr, wir wurden in einer Zeit geboren, in der man kaputte Dinge noch reparierte, anstatt diese einfach wegzuwerfen!«

Glück ist …

  

Gedanken – Das Zeitalter der Unverbindlichkeiten

Wir leben im Zeitalter der Unverbindlichkeiten. Niemand möchte Verantwortung übernehmen. Und das beginnt nicht erst bei den Politikern oder Managern. Das beginnt bei jedem von uns. Wer wählt bei Entscheidungsfragen nicht gerne “Vielleicht”. Sogar die Social Media wie Facebook und ähnliche reagieren mit “Interessiert”.facebook-events-interessiert

lebensabschnittspartner_designBeziehungen sind nicht mehr für das Leben – was für ein romantischer aber unrealistischer Gedanke. Es sind Lebensabschnittspartner – Abschnitt, das Wort lass Dir einmal auf der Zunge zergehen. Irgendwann schneidet man halt was ab. Das weiß man ja jetzt schon im Voraus. Damit nicht erst ein Irrtum der Unvergänglichkeit aufkommt.

Fast jeder liebt Tiere und wünscht sich irgendwann ein Haustier – aber besser man kann es auch wieder zurück geben. Politiker und Manager schieben ihre Berater vor – bei Fehlern waren es dann immer die Anderen. Und dann gibt es noch hohe Pensionen oder Abfindungen. Erfolg eben unverbindlich.

umtauschrecht-kunde-fristenEin ungewolltes Kind kann zur Adoption frei gegeben werden. Arbeitsverhältnisse werden auf Zeit abgeschlossen. Eingekauft wird mit Umtauschrecht. 14 Tage zumindest, besser noch länger. 30 Tage oder 3 Monate, da hat man genug Zeit es sich wirklich zu überlegen. Online kann man bestellen und dann auch gleich wieder postwendend zurück schicken.

Kommst Du zu der Party oder der Feier? Vielleicht (es könnte ja noch was besseres nachkommen). Die Zeit der Zu- oder Absagen ist vorbei. Man möchte ja nicht beleidigen oder sich selbst einer Chance berauben. Nur nix fix – das ist absolut out!

Jetzt hab ich mich entschieden – vielleicht bis bald …

vielleicht

Momente der Achtsamkeit: Selbsturteile erkennen

“Zeitverschwendung”, “Es klappt ja doch nicht” oder “Das kann ich nicht”.
Das Urteilen erkennenDas sind auch Selbsturteile – und Urteile sind nichts als Gedanken. Wenn urteilendes Denken im Geist einsetzt, sollte man es als solches erkennen und sich daran erinnern, dass es Teil der Übung ist, sich des Beurteilens zu enthalten. Beobachte einfach, was geschieht – einschließlich deiner eigenen urteilenden Gedanken – ohne ihnen nachzugehen oder in irgendeiner Form darauf zu reagieren.

Momente der Achtsamkeit: Heilung und Genesung

Heilung bedeutet nicht unbedingt Genesung von Krankheit, auch wenn die Begriffe häufig austauschbar sind.
Heilung

Auch wer nicht gesund wird, kann jederzeit Heilung erfahren, das heißt gegenüber Krankheit, Schmerz und sogar Tod seine Einstellung verändern und lernen, mit den Augen der Ganzheit zu sehen. Heil zu sein bedeutet, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind.

Momente der Achtsamkeit: Gedanken sind nicht schlecht

Die Gedanken loszulassen bedeutet nicht, sie zu unterdrücken.
Viele fassen es jedoch so auf und begehen
den Irrtum, zu glauben, Meditation verlange
 von  Ihnen,   ihre  Gedanke   und   Gefühle
Gedankne sind nicht schlechtabzustellen. Sie verstehen die Anweisung so, dass Denken “schlecht” sei und Gedanken in einer “gelungenen” Meditation nur wenig oder keinen Raum hätten.

Grundsätzlich sind in der Meditation Gedanken weder schlecht noch unerwünscht. Was zählt, ist einzig, ob man sich seiner Gedanken und Gefühle während der Meditation bewusst ist und wie man mit ihnen umgeht. Jeder Versuch, sie zu unterdrücken, wird in noch größerer Anspannung und Enttäuschung enden. Anstatt Ruhe und
Frieden zu finden, schaffen wir so nur ein
zusätzliches Problem.

Momente der Achtsamkeit: Bewusst gehen

Eine der Möglichkeiten, im Alltag Achtsamkeit zu üben, ist die Meditation “Gehen”.
 footprint-908273_1280Wie der Name schon andeutet, lenkt man die ganze Aufmerksamkeit auf das Gehen und alle damit verbundenen Empfindungen. Es bedeutet, einfach nur zu gehen und sic dessen bewusst zu sein.
Es bedeutet nicht, dass man ständig auf die eigenen Füße schaut! Jeder, der mit der Achtsamkeitsmeditation schon ein paar Erfahrungen gesammelt hat, stellt früher oder später fest, dass nichts so einfach ist, wie es zunächst aussieht. Dies gilt für das Gehen wie für alles andere auch. Beim Gehen tragen wir unseren Geist mit uns herum, so dass wir gewöhnlich bis zu einem bestimmten Grad in Gedanken vertieft sind. Es kommt kaum vor, dass wir einfach nur gehen, selbst wenn wir “nur ein paar Schritte vor die Tür machen”.

Momente der Achtsamkeit: Natürliche Entfaltung und Geduld

Geduld ist eine Form von Weisheit, eine Art inneres Wissen.

Sie bringt zum Ausdruck, dass wir Schmetterlingverstehen und akzeptieren, dass Dinge manchmal ihre eigene Zeit brauchen, um sich zu entfalten. Wenn ein Kind eine Larve aufbricht, um den Schmetterling daraus zu befreien, tut es dem Tier damit keinen Gefallen.
Ein Erwachsener weiß, dass die Entwicklung von der Larve zum Schmetterling ein Prozess ist, der seinem eigenen Prinzip folgt und nicht beschleunigt werden kann.

 

Meer – nur Meer

Sunset at seaWenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes
einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlürfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen
nur Meer
Nur Meer

Erich Fried