Tipp Großstadt-Oasen der Ruhe

Jede Großstadt ist ein pulsierender Organismus der alle Sinne beschäftigt. Umso schwerer ist es in solcher Umgebung die Ruhe zu bewahren oder innere Ruhe zu finden. Und damit ist gerade die Stadt ein ideales Übungsfeld die eigene Balance zu finden, sich zu zentrieren und innere Ruhe zu bewahren. Damit dies leichter fällt, hier ein paar Ideen zu einem “Großstadt-Ruhe-Survival-Kit”.

Achtsamkeit

Es gibt keine “verlorene” Zeit, sondern es gibt vielfältige Gelegenheiten zum Innehalten und zur Reflexion: eine rote Ampel, ein verspäteter Zug, eine U-Bahn Störung, die Warteschlange bei der Supermarkt Kassa – alles können “Glocken der Achtsamkeit” sein. Nutze diese Zeit um mit Deinem Inneren Kontakt aufzunehmen.

Atmung

Nutze solche Zeiten, Dich mit Deiner Atmung im Einklang zu sein. Verbinde Dich gedanklich mit dem Atem und verfolge die ein- und ausströmende Luft.

Lesen

Nimm doch ein Buch für unvorhergesehene Wartezeiten mit. Verwende nicht das Handy, die Zeit zu vertreiben. Lese statt dessen einmal.

Notizen

Nimm einen kleinen Notizblock samt Stift mit, um Gedanken oder vielleicht Gedichte oder Ideen aufzuschreiben.

Stadtplan der Oasen

Lege Dir einen eigenen Stadtplan mit Oasen der Ruhe an. Zeichne Plätze ein, an welchen Du zur Ruhe kommst. Das kann ein Brunnen, eine Kirche, ein Park, ein Bankerl oder ein Kaffeehaus sein.

Viel Freude und Ruhe bei der Gestaltung Deines “Balance-Survival-Kits” wünscht Dir

Peter

Momente der Achtsamkeit: Gedanken sind nicht schlecht

Die Gedanken loszulassen bedeutet nicht, sie zu unterdrücken.
Viele fassen es jedoch so auf und begehen
den Irrtum, zu glauben, Meditation verlange
 von  Ihnen,   ihre  Gedanke   und   Gefühle
Gedankne sind nicht schlechtabzustellen. Sie verstehen die Anweisung so, dass Denken “schlecht” sei und Gedanken in einer “gelungenen” Meditation nur wenig oder keinen Raum hätten.

Grundsätzlich sind in der Meditation Gedanken weder schlecht noch unerwünscht. Was zählt, ist einzig, ob man sich seiner Gedanken und Gefühle während der Meditation bewusst ist und wie man mit ihnen umgeht. Jeder Versuch, sie zu unterdrücken, wird in noch größerer Anspannung und Enttäuschung enden. Anstatt Ruhe und
Frieden zu finden, schaffen wir so nur ein
zusätzliches Problem.

Positives Denken

Haben Sie den Satz auch schon oft gehört: Denk Positiv? Ich war immer sehr kritisch dem “Positiven Denken” gegenüber eingestellt. Denn ich spüre das täglich am eigenen Leib, dass nur positiv denken nicht ganz ausreicht, um erfolgreich zu sein und Ziele zu erreichen. “Du musst einfach positiver denken.” Der Satz löste bei mir immer Unbehagen aus. Wie soll ich das?

Dann hörte ich diese Geschichte:
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Flugzeug. Direkt neben der linken Tragfläche. Während Sie den Flug genießen und lesen oder die Wolken beobachten, bemerken Sie plötzlich, dass eines der beiden linken Triebwerke ausfällt. Dann fällt auch das zweite Triebwerk auf dieser Seite aus. Der Flug wird schlagartigIMG_3494 web ungemütlich, holprig und unruhig. Entsetzt sehen Sie nun, dass auch eine Düse auf der anderen Seite des Fliegers ausfällt. Das Flugzeug wird merklich instabiler. Panik macht sich unter den Fluggästen breit.

Nun haben Sie die Wahl zwischen zwei Piloten. Der eine rennt wie von der Tarantel gestochen aufgeregt hin und her und schreit: “Wir werden alle sterben. Das Flugzeug stürzt ab.” Der andere bleibt im Cockpit und gibt über Bordlautsprecher bekannt: “Das wird nun ein ziemlich unruhiger Weiterflug. Aber ich verspreche ihnen, wir werden alle sicher zu Hause ankommen. Nehmen Sie bitte ihre Plätze ein und folgen Sie den Anweisungen der Flugbegleiter.”

Nun, welchen Piloten hätten Sie gerne? Klar den Ruhigen. Und das ist genau die Essenz des “Positiven Denkens”: keiner hat die Garantie, dass er heil unten ankommt, aber der Zweite hat garantiert die besseren Chancen.